Vizepräsident des Robert Koch-Instituts Studium der Biologie, Mikrobiologie, Immunologie
Seit 1987 Leiter der Abteilung Immunologie, seit 1998 Leiter der Abteilung Infektionskrankheiten des Robert Koch-Instituts
Nach der Promotion 1976 und der Habilitation 1982 am Institut für Med. Mikrobiologie der Universität Mainz war Herr Burger von 1983 bis 1987 Professor für Immunologie an der Fakultät für Theoretische Medizin der Universität Heidelberg, seit 1989 ist er Professor für Immunologie an der Freien Universität Berlin, (Universitätsklinikum Benjamin Franklin). Bis 1987 verschiedene Auslandsaufenthalte, u. a. 1987 – 1989 an den amerikanischen Natl. Institutes of Health, Bethesda, MD, später der Harvard Medical School, Boston, USA, und an der Medizinischen Hochschule Wuhan, VR China. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören a. die Rolle des Komplementsystems im Serum bei der Wirtsabwehr und die Funktion der Anaphylatoxine in der Immunantwort und Entzündungsreaktion, b. die Funktion von Differenzierungsantigenen auf lymphoiden Zellen, insbesondere im Experimentalmodell Meerschweinchen und die Immunreaktion gegenüber Mykobakterien in dieser Spezies, c. Übertragung von Infektionen durch Blut- und Blutprodukte, neben viralen Infektionen insbesondere Prion-Erkrankungen. Seine Projekte wurden durch die Deut. Forschungsgemeinschaft in verschiedenen Sonderforschungsbereichen bzw. Einzelanträgen sowie durch Stiftungen und Stipendienprogramme gefördert.
Seit 1997 war Professor Burger Stellv. Direktor des Robert Koch-Instituts, 2001 wurde er zum Vizepräsidenten des Instituts ernannt. Er ist Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften, u. a. der Deut. Gesellschaft für Immunologie, der Deut. Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie, der American Association of Immunologists, der Deut. Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie und der American Association of Blood Banks. 1993 wurde er zum Vorsitzenden des Arbeitskreises Blut des Bundesministeriums für Gesundheit berufen, einem nationalen Expertengremium, das die Bundesregierung zu Fragen der Sicherheit und effektiven Nutzung von Blutkomponenten und Plasmaderivaten berät. Neben zahlreichen Veröffentlichungen sind unter seiner Mitwirkung in diversen nationalen und internationalen Sachverständigen-Gremien zahlreiche Empfehlungen, Stellungnahmen und Richtlinien im Bereich der Infektionskrankheiten, der Immunologie und der Transfusionsmedizin erarbeitet worden, insbesondere zu Fragen der Infektionssicherheit von Blutprodukten und dem Nachweis von Infektionserregern.