Wenn Journalisten die Krise kriegen
Bad news are good news. Die alte Journalisten-Weisheit erfährt jeden Tag aufs Neue ihre Bestätigung. Die Wirtschaftskrise, Firmenpleiten, Krieg, Terrorismus, Flugzeugabstürze, Selbstmorde – manch einer schaltet die Nachrichten schon garnicht mehr ein. Zu deprimierend, was dort an täglichen Neuigkeiten verkauft wird.
„Meldet doch mal was Schönes,“ bekommt der Journalist zu hören. So, als ob er etwas ändern könnte an der derzeitigen Nachrichtenlage. Natürlich könnte er. Durch weglassen, umformulieren, anders gewichten. Aber, wäre das noch journalistisch?
Krisen aller Art, Unglücke, Unfälle, menschliche Dramen gehören nun mal zum Metier eines Nachrichtenmenschen. Irgendwie hat er sich daran gewöhnt. Alles schon mal gesehen. Abgebrüht ist er geworden. Und doch: es gibt Dinge, die auch Journalisten Angst machen und ihre Arbeitsroutine beeinflussen können. Die Pandemie, zum Beispiel. Hunderte, vielleicht Tausende Tote in der Stadt. Opfer in der Nachbarschaft, oder der Familie…
Journalisten und die Krise. Stephan Schlentrich hat sie beobachtet: Nach den Anschlägen in New York, nach dem Tsunami in Thailand, im Kriegsgebiet rund um Baghdad. Er erklärt, was passiert, wenn Journalisten die Krise kriegen!
Autor: Stephan Schlentrich