Konzepte zum Risikomanagement und strategische Risiko- und Krisenkommunikation in der betrieblichen Pandemievorsorge
Pandemien, wie z.B. SARS oder Influenza, haben durch ihre gesundheitlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen einen hohen Stellenwert in der öffentlichen Aufmerksamkeit, der in der nationalen und der internationalen Planung durch das Robert Koch-Institut (RKI) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seine Berücksichtigung findet. Die staatlichen Vorbereitungen sind für die Zielsetzungen und Interessen von globalen Wirtschaftsunternehmen als Rahmenplan gedacht – für die spezifische innerbetriebliche Planung jedoch nicht ausreichend. Für Betriebe stellen sich die Herausforderungen einer Pandemie anders da: Nicht die genaue Klassifizierung der medizinischen oder epidemiologischen Maßnahmen ist das Problem, sondern der exponentielle und im Vorhinein nicht festlegbare Mitarbeiterausfall (randomisierter Personalausfall) erschwert massiv die betriebliche Bewältigung von Pandemien und bedarf einer besonderen Vorbereitung . Diese betrieblichen Vorbereitung auf eine Pandemie ist aus zwei Gründen besonders: Einerseits stört ein exponentieller und im Vorhinein nicht festlegbarer Mitarbeiterausfall sowohl die gewohnten Betriebsabläufe als auch die gewohnten Krisenmanagementpläne erheblich. Und andererseits sind das komplette öffentliche Leben und die Infrastruktur mitbetroffen.
Daher ist es besonders wichtig im Vorhinein bei der Vorbereitung auf eine Pandemie, sowohl adäquate Konzepte zum Risikomanagement als auch strategische Risiko- und Krisenkommunikation zu entwickeln, die den Betrieb mit seinen Mitarbeitern in die Lage versetzt, eine pandemische Arbeits- und Lebenssituation zu meistern.
Autorin: Petra Dickmann